Das Universum der Insekten ist uns fern und zugleich mit unserem verwoben. Je genauer wir hinsehen, desto mehr entfaltet sich diese Welt – voller Schönheit, Schrecken und Einzigartigkeit. Die Begegnung mit ihr endet oft in fatalen Missverständnissen, und ihre Schönheit zeigt sich meist erst aus der Nähe.
Inspiriert von entomologischen Zeichnungen versucht die Serie INSECTAE mit Fotografien im Ultra-Großformat, die Geometrie und Vollkommenheit dieser Lebewesen sichtbar zu machen, die mitten unter uns leben, aber nicht immer willkommen sind.
Das nasse Kollodiumverfahren stellte diese Serie vor technische Hürden. Wichtigstes Werkzeug ist eine schöne, über 120 Jahre alte und sperrige Studiokamera aus Holz, deren Balgen sich auf fast zwei Meter ausziehen lässt – erst so gelingt der Kontakt zum Präparat.
Das reine Silber der Tintypes im Format 40x50cm leuchtet; die geringe Schärfentiefe und ein Abbildungsmaßstab von 4:1 bewahren die zerbrechliche Schönheit der Insekten.